Der EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg im Dreiländereck will seine Regeln für startende Flugzeuge in Richtung Westen verschärfen.
Damit reagiert der Flughafen auf eine Auswertung der ersten drei Monate mit einem neuen satellitengesteuerten Flächennavigationsverfahren. Diese Technik soll bei instrumentengesteuerten Abflügen dafür sorgen, dass die Flugzeuge möglichst sicher und über Gebieten abheben, in denen möglichst wenige Menschen wohnen.
Das Ergebnis: In der Umsetzung verschieben sich die Flugrouten nach dem Start der betroffenen Flugzeuge um bis zu 500 Meter nach Süden im Vergleich zur berechneten Strecke. Das bedeutet zusätzliche Lärmbelastungen für die Bewohner rund um die schweizerische Gemeinde Allschwil bei Basel und das benachbarte Schönenbuch.
Die Airport-Leitung stimmt deshalb der Überzeugung der Flugsicherungsbehörde DSNA zu und will bis Ende des Jahres Maßnahmen ergreifen. Diese sollen auch in Absprache mit den jeweiligen Behörden in Deutschland, Frankreich und der Schweiz getroffen werden. Geplant sind neue Abflug-Routen mit Testflügen ab voraussichtlich 2020.
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Der Flugplatz in Freiburg hat ab sofort eine neue Start- und Landebahn aus Gras speziell für Segelflugzeuge. Die alte musste weichen, weil direkt nebenan mittlerweile das neue Stadion für den SC Freiburg gebaut wird.
Die Flieger haben nach dem Bürgerentscheid für den Bau des Fußballstadions einen dauerhaften Wegfall ihres Flugbetriebs befürchet. Stadtverwaltung, Retierungspräsidium und die Flugplatzbetreiber konnten nach einingen Gesprächen am Donnerstag (28.03.2019) für eine Lösung sorgen, die die Zukunft absichern soll:
Direkt zwischen Asphalt-Bahn und Stadionbaustelle haben sie auf der Ostseite des Flugplatzes eine neue Grasbahn eingerichtet. Bereits Mitte März konnten die Behörden bereits die nötigen Genehmigungen dafür erteilen. Sie hat die Stadt rund 300.000 Euro gekostet.
Mit ihren 1063 Metern Länge ist sie etwas größer als ihr Vorgänger. Den ersten symbolischen Flug hat am Mittag Freiburgs Oberbürgermeister Martin Horn an Bord des Segelfliegers des 20-jährigen Waldkirchers Alexander Gütermann angetreten.
Einer der Vorteile von Landebahnen auf ansonsten unbefestigten Wiesen ist, dass die Tragflächen beim seitlichen "Wegkippen" der Segelflieger nach der Landung nicht so leicht beschädigt werden.
Notfalls könnten auf der neuen Bahn auch Motorflugzeuge bis 5,7 Tonnen landen - etwa bei schwierigen Windverhältnissen. Gleichzeitig stellt sie im normalen Betrieb eine Art zusätzliche Pufferzone zwischen Stadion und Flugplatzgelände dar, was für zusätzliche Sicherheit sorgen soll.
Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass in Freiburg mehr als 500 Segelflieger beheimatet sind. Die meisten teilen sich auf die beiden ortsansässigen Vereine "Akademische Fliegergruppe" und "Breisgauverein für Segelflug" auf.
Dabei wichtig: Viele ihrer Mitglieder sind noch minderjährig und lassen sich als Segelflugschüler am Standort Freiburg von den Profis ausbilden. Diese loben die neue Grasbahn auch als wichtiges Zeichen für die ehrenamtliche Jugendarbeit.
(fw)
Der Freiburger Flugplatz soll schon bald wieder eine eigene Start- und Landebahn für Segelflugzeuge erhalten. Als zuständige Luftfahrtbehörde hat das Stuttgarter Regierungspräsidium entsprechenden Plänen zugestimmt.Das wurde am Montag (18.03.2019) bekannt. Damit darf in Freiburg schon bald eine neue Grasbahn für die Segelflieger gebaut werden.
Die alte musste für den Bau des neuen Fußball-Stadions für den SC Freiburg am benachbarten Wolfswinkel-Grundstück weichen. Die Piloten der Segelflugzeuge konnten deshalb bis zuletzt nur die normale, asphaltierte Landebahn des Flugplatzes nutzen oder die provisorische Grünfläche daneben - und auch das nur über eine Ausnahmegenehmigung.
Die neue Entscheidung soll nun aber nicht automatisch auch zu mehr Flugbetrieb am Himmel über Freiburg führen: Aus luftrechtlichen Gründen darf hier weiterhin immer nur eine der beiden Gras- und Asphalt-Landebahnen genutzt werden, aber niemals beide zur gleichen Zeit. Die Genehmigung aus Stuttgart liegt nun ab sofort bis zum 1. April öffentlich im Rathaus am Stühlinger aus.
(fw)
Die Lärmbelastung am trinationalen EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg ist im letzten Jahr gleich hoch geblieben - und das obwohl immer mehr Reisende dort abfliegen und landen. Das sagte uns heute die Schweizer Kantonsregierung Basel-Stadt, die einen neuen Lärmbericht herausgegeben hat. Insgesamt konnte der Flughafen jetzt über 6,5 Millionen Gäste verzeichnen, das sind zehn Prozent mehr als noch im Jahr 2013. Trotzdem wurden die gesetzlichen Grenzwerte an allen Messstationen rund um das Gebiet eingehalten, heißt es in der Mitteilung. Weil im Dreiländereck aber auch immer mehr Flugzeuge nachts landen, ist es gerade in der Einflugschneise südlich vom EuroAirport zwischen 22 Uhr und Mitternacht im Schnitt etwas lauter geworden.