
Bau der Ortsumfahrung B34 für Wyhlen beginnt
Bereits in den 90ern waren die konkreten Vorbereitungen für das Bauvorhaben angelaufen, nun ist es soweit:
Mit dem offiziellen Spatenstich hat am Dienstagmittag der Bau der Ortsumfahrung B34 für den Grenzach-Wyhlener Ortsteil Wyhlen begonnen. Neben Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer haben dabei auch Landesverkehrsminister Winfried Hermann und der Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium Norbert Barthle den Baubeginn des lange geplanten Projekts vor Ort bei einem Festakt begleitet.
Für rund 20 Millionen Euro will der Bund dort einen knapp vier Kilometer langen Streckenabschnitt entstehen lassen, der vor allem im Ortskern der Teilgemeinde für eine massive Entlastung beim Verkehr sorgen soll. Zuletzt waren jeden Tag um die 15.000 Autos, Motorräder und Laster dort unterwegs gewesen, so die Ergebnisse eines eingeholten Gutachtens. Mit der Umfahrung soll diese Belastung im Schnitt um 60 Prozent zurückgehen, sind sich die Planer sicher. Der angepeilte Fertigstellungstermin liegt im Jahr 2021.
Massive Entlastung auf den Straßen in Wyhlen
Nicht nur die Anwohner sollen von dem Bauvorhaben profitieren, sondern auch der Wirtschaftsstandort Dreiländereck und Hochrhein mit seinem großen Industrie- und Forschungssektor. Die B34 hat sich dabei bereits seit Jahren für Zulieferer und Arbeitskräfte als Hauptverkehrsachse herausgestellt.
Ursprünglich hätte zunächst die Ortsumfahrung für Grenzach umgesetzt werden sollen. Weil dort allerdings noch die Altlasten im Boden der Kesslergrube Straßenarbeiten verhindern, müssen die Verantwortlichen hier erst warten, bis der Chemiekonzern BASF bzw. das Pharmaunternehmen Roche diese beseitigt haben.
Große Hoffnungen für lärmgeplagte Anwohner - aber auch kritische Stimmen
Dem Bürgermeister von Grenzach-Wyhlen, Tobias Benz, war bei dem Spatenstich am Dienstag darüber hinaus wichtig, dass die Bürger das Bauvorhaben als Mehrheitsbeschluss akzeptieren. Bei seiner Ansprache hat er noch einmal die gegebene Transparenz und Möglichkeiten zu Bürgerbeteiligung bei dem kompletten Planungsverfahren betont.
Während sich die meisten Anwohner von der neuen B34 wohl die erhoffte Entlastung versprechen, waren vereinzelt auch kritische Stimmen laut geworden, die den Nutzen und die Umsetzung des Projekts in Frage gestellt oder durch den Bau selbst zusätzlichen Lärm vor ihrer Haustür befürchtet hatten. Symbolisch hatten diese am Dienstag einen Trauerkranz auf die Baustelle in der Nähe der Hochrheinhalle getragen. Die vorher befürchteten, großen Proteste blieben aber aus.
(fw)